DIVERSITY

Diversität

in der Bildungsstätte Bredbeck

Diversität spielt in der Bildungsstätte Bredbeck eine große Rolle. Unter ihr verstehen wir die Anerkennung von Verschiedenheit und von Vielfalt von Lebenswelten, Lebensentwürfen, Existenzweisen, Kulturen, Sprachen und Strukturen. Diversität zeigt sich in den Bereichen: Geschlecht, Sexualität, sexuelle Orientierung, soziale Ressourcen, Bildung, Körper, Ethnizität, Hautfarbe, Migration, Aufenthaltstitel, Nationalität, Religion, Aussehen, Kultur, Alter, Region, Behinderung, physische und psychische Verfasstheit.

 

In der Bildungssttte Bredbeck sind alle Menschen unabhngig von ihren sozialen Positionierungen willkommen. So erreichen wir beispielsweise verschiedenste Menschen aus unterschiedlichen Lndern (wie Deutschland, Israel, Palstina, Finnland, Ukraine, Polen, Italien) mit unterschiedlichen Bildungsabschlssen oder gar keinen Bildungsabschlssen, mit und ohne Kinder, in verschiedenen Altersstufen (von Kindern ber jungen Erwachsene bis hin zu Senior_innen) und mit verschiedensten Interessen (von Yoga ber Theater bis hin zu Erinnerungspolitiken in Deutschland). Diskriminierungen wie Rassismus, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, Heterosexismus, Klassismus und Transsexuellenfeindlichkeit werden in der Bildungssttte Bredbeck nicht geduldet. Ein Ziel in allen Angebote ist es, dass die wegweisende Haltung in der Bildungsarbeit von Respekt und Anerkennung geprgt ist.

Der Respekt vor der_dem einzelnen in ihrer_seiner Verschiedenheit ist die zentrale Ausgangslange fr unsere Bildungsarbeit. Wir wenden uns gegen Orte der Reinheit und pldieren wie Carolin Emcke fr eine Gesellschaft, in der Hass und Ausgrenzungen drauen bleiben mssen. Mit unserem Bildungsprogramm zeigen wir deshalb Flagge gegen Rechtspopulismus und Ausgrenzung. In der Bildungssttte Bredbeck verfolgen alle Mitarbeiter_innen das Ziel, dass Menschen sich hier ohne Angst begegnen, gemeinsam lernen, streiten und lachen und ihre Zeit in Bredbeck gemeinsam genieen knnen.

Diversitt fordert nicht nur auf, Menschen mit ihren verschiedenen Fhigkeiten, Gewohnheiten, Strken und Schwchen zu respektieren, sondern sie verweist auch auf die soziale Ungleichheit, die mit einer ungleichen Verteilung von Ressourcen zusammenhngen, die durch soziale Positionen entstehen knnen. Sie verweist auch auf die zentrale Bedeutung von Minderheitenschutz: Denn wer nicht in der Mehrheit ist oder zum Beispiel (noch) nicht die Sprache aller sprechen kann, bedarf hufig eines besonderen rechtlichen Schutzes in offenen Rumen.

Was wir heute bereits tun:

Wir bemhen uns, mit unserem Bildungsprogramm verschiedene Gruppen in der Gesellschaft anzusprechen und besonders jene zu erreichen, die von den Angeboten der formalen Bildung nur schwer oder nicht erreicht werden. In unserem Team arbeiten Menschen mit verschiedenen (Migrations-)Hintergrnden. Wir haben eine interne Mitarbeiter_innenschulung zum Thema Diversitt durchgefhrt. Mehrere Seminar- und bernachtungsrume sind barrierefrei. Wir gehen mit unserer Verpflegung auf verschiedene gesundheitliche, kulturelle oder religise Bedrfnisse ein. Wir haben begonnen, Informationen im Haus nicht nur schriftlich zu kommunizieren, so zum Beispiel durch Piktogramme bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln.

Was wir anstreben:

Die Bildungssttte Bredbeck will in Zukunft das Projekt Diversitt in allen Bereichen vertiefen. Im Herbst 2017 werden wir auf einem Fachtag, der fr alle pdagogischen Mitarbeiter_innen angeboten wird, mit dem Thema Diversitt, Postkolonialismus und Rassismus beschftigen. Ziel ist es, die eigene diversittssensible Haltung in den Blick zu nehmen. Mit Blick auf 2018 planen wir organisationstechnisch die Entwicklung einer Beschwerdestelle fr Diskriminierungen in der Bildungssttte. Diese hat die Aufgabe, Beschwerden gem dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz in Empfang zu nehmen und diese zu prfen. Im Rahmen des Umbaus von bernachtungshaus 1 wird ein behindertengerechtes Zimmer eingeplant. Die Kommunikation durch Bilder und leichte Sprache wird durch eine Visualisierung des Leitbilds und den Einsatz eines Schaubilds bei Begrungen fortgefhrt.